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Kolumne

SchöpfungsZeit
von Regula Eschle Wyler

Mit dem Slogan «Himmelsduft und Höllengestank» regt die oeku an, sich während der diesjährigen SchöpfungsZeit auf das Riechen zu konzentrieren. oeku und SchöpfungsZeit? 1983 hat der Ökumenische Rat der Kirchen den Prozess für «Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung» eingeleitet. Er führte 1986 zur Gründung der «oeku Kirche und Umwelt», die sich gesamtschweizerisch und ökumenisch für die Erhaltung der Schöpfung als Teil des kirchlichen Auftrags einsetzt. Seit 1993 empfiehlt die oeku die «SchöpfungsZeit» als Schwerpunkt im Kirchenjahr zu feiern: Sie beginnt mit dem Tag der Schöpfung der orthodoxen Kirchen am 1. September und dauert bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des Franz von Assisi, schliesst somit Bettag und Erntedank mit ein. Auch die Schweizer Kirchen empfehlen, diese Zeit «dem Gebet für den Schutz der Schöpfung und der Förderung eines nachhaltigen Lebensstils» zu widmen. 2017 steht das Riechen im Fokus. Die Bibel ist voller Düfte und Gerüche. Es wird Gott unangenehm, wenn liturgischer Wohlgeruch und praktisches Handeln nicht übereinstimmen. Das stinkt zum Himmel als «abscheulicher Gestank» (Jes 1,10-17). Zu «Christi Wohlgeruch» für Gott werden wir aber, wenn Glauben und Handeln übereinstimmen: «ein Geruch, der vom Leben kommt und zum Leben führt» (2. Kor 2,15f). Die SchöpfungsZeit 2017 bietet Gelegenheit, den Geruchssinn neu zu entdecken – in der freien Natur und im Gebet: Gott, öffne meine Nase, damit ich feinfühlig wahrnehme, was um mich ist. Gott, öffne mein Gesicht, damit ich Dir zugewandt lebe und allen Mitgeschöpfen offen begegne.Gott, lass uns Dein Wohlgeruch sein in der Welt!

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