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Kolumne

«Das Meer»
von Rosmarie Sauter

Wenn es ums Planen unserer Ferien geht, sind die Tage am Meer bei vielen an vorderster Stelle. Ob es ruhige Sandstrände sind oder wilde Küsten, attraktiv ist es allemal. Es zieht uns magisch an. Wir beneiden unsere Nachbarn schon etwas, hätten doch auch wir gerne einen eigenen Zugang zum unendlich scheinenden Wasser. Schade, dass die Idee einiger Sarden, die wünschten, dass Sardinien zur Schweiz gehören könnte, natürlich nie ernsthaft eine Chance zur Umsetzung hatte.
Sein rhythmischer Wellengang berührt uns tief, findet Resonanz in uns. Wir spüren die Unendlichkeit, die Zeit verliert sich, ist Vergangenheit und Zukunft in einem. Wir fühlen uns geborgen, vielleicht ist es die Urgeborgenheit, die wir als Ungeborene erlebten.
Die Weite macht neugierig und beflügelt unsere Fantasie, das Wilde schreckt aber auch ab. Mutig haben die Menschen übers Meer ihre Erkundungsfahrten zu fernen Kontinenten unternommen.
Das Meer verbindet die verschiedensten Kulturen miteinander und doch ist es manchmal ein unüberwindliches Hindernis. Es ist Lebensraum für eine wunderschöne, bunte und zuweilen wunderliche Tier- und Pflanzenwelt und kann doch mit vernichtender Gewalt zuschlagen und grosse Zerstörungen hinterlassen. Verspielt glitzert und glänzt es an der Oberfläche und doch sind seine Tiefen düster und dunkel. Viele Geheimnisse umhüllt es und wir können sie ihm auch mit der modernsten Technik nicht entlocken. Es erinnert an uns, auch in uns stecken Gegensätze und wir wollen nicht immer alles von uns preisgeben. Ich wünsche Ihnen allen eine schöne und erholsame Sommer- und Ferienzeit.

 

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