«Das Licht über dem Nebel»
von Kurt Willi

Es muss nicht eine Wanderung auf den Pilatus sein…. In diesen Herbsttagen freuen wir uns, wenn der Hochnebel schwindet oder die Sonne durch den dicken Nebel bricht. Erscheint das golden schimmernde Abendlicht auf dem Balkon, so bringt es uns ins stille Staunen und Danken. Wir werden uns wieder neu bewusst, was Jesus uns allen zuspricht: «Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben» (Johannes 8,12 Neue Zürcher Bibel).

Singen, leise oder laut, macht die innere Nacht, den Schmerz erträglich, überwindet die düstere Stimmung und die schlechte Laune. Alle Menschen können singen, es muss nicht Chor- oder Sologesang sein. Gott hat uns diese Fähigkeit mitgegeben, egal, ob wir uns gerade über oder unter der Nebelgrenze befinden.

Singen verbindet in Freud und Leid und hilft auch in schwierigen Situationen, in tiefster Trauer, den Hoffnungsfunken wieder anzufachen, damit es Licht wird. Bleibt der Hochnebel den ganzen Tag, so schenken uns Gedichte, Bibeltexte und Lieder Licht in den Alltag und beginnen in uns zu singen: «Bidir Gott, isch d’Quälle; i dir eleige gsehnd mir s’ Liecht. Bi dir Gott, isch s’Läbe; us dine Gabe läbed mir.» (neues Liederbuch, Nr. 16, T. Muggli)

Dieses Lied stammt aus dem neuen gemeindeeigenen Liederbuch. In diesem finden Sie neue, altbekannte, berührende, tiefsinnige und unbeschwerte Lieder aller Stilrichtungen. Zum Singen können die verschiedensten Instrumente beigezogen werden. Ich wünsche allen, dass das neue Liederbuch viel Licht in die Familien, Hauskreise, Jugendgruppen und Gottesdienste bringt