Sanierung Kirchturm

Seit einiger Zeit steht das Baugerüst beim Kirchturm. Auch wenn noch keine Bautätigkeiten beobachtet werden konnten, wurden nötige Arbeiten im Rahmen der Abklärungen und Planung gemacht.

Wie an der letzten Orientierung an die Kirchgemeinde vom 18. März erwähnt, hat die erste Begehung und Beurteilung mit der Denkmalpflege stattgefunden. Dann wurden an ca. 10 Stellen Kernbohrungen in den Putz gemacht, dies um festzustellen, wieviel Abrieb und Grundputz aufgetragen wurde und natürlich, welche Materialzusammensetzungen diese Proben haben. Im Weiteren wurden Abriebflächen entfernt, um weitere Angaben über die Arbeitsaufwände zu bekommen. Da der Turm nicht nur aus der Fassade besteht, wurden auch alle weiteren Bauteile und Installationen einer Prüfung unterzogen. Die Resultate der Untersuchungen sind ernüchternd. Bei der Uhr müssen die Zeigerachsen und Lager ersetzt werden, die Gegengewichte zu den Zeigern sind rostig, die blaue Farbe ist je nach Himmelsrichtung schon kaum mehr zu erkennen. Das Hammerwerk der Glocke 1 (Stundenschlag)muss repariert und saniert werden. Die grossen Zifferblätter weisen Korrosionsschäden auf. Diese müssen für die Fassadensanierung demontiert werden, werden dann saniert und dann, wenn die Fassade fertig ist, werden diese wieder montiert. Beim Steildach mit dem Naturschiefer haben wir kleinere Reparaturen ausführen lassen. Beim Sandstein der Simse und Fenstereinfassungen wurden 1994/95 Reparaturen ausgeführt, teilweise neue Sandsteinstücke in den bestehenden Sandstein eingesetzt. Die Prüfung ergab, dass solche Teile lose sind und nach unten stürzen könnten. So müssen diese nun mit rostfreien Stiften fixiert und gesichert werden. Offene Fugen zwischen den Steinen müssen gereinigt und neu ausgefugt werden, damit das Wasser nicht in das Mauerwerk eindringen kann. Der weisse Abrieb, muss vollständig entfernt werden. Beim Grundputz ergibt sich auf Grund der Situation und der Proben ein analoges Bild. Der bestehende Blitzschutz muss demontiert und nach den Arbeiten wieder montiert werden. Die Fassadenübergänge auf die Blecheinfassungen müssen überprüft werden. Der neue mineralische Abrieb muss dann noch gestrichen und das Gerüst rückgebaut werden. All diese Arbeiten benötigen korrekte Abklärungen und Ausführungen. Dies nimmt Zeit in Anspruch, mehr als wir gedacht haben. Nach heutigem Kenntnisstand, müssen wir im schlechtesten Fall damit rechnen, dass das Gerüst bis Ende Oktober stehen wird. Wir sind bemüht, mit den Unternehmern die Arbeiten entsprechend der Witterung möglichst zügig auszuführen.
Für die Turmfalkenfamilie wurden zwei Ersatznester montiert.
Und zu guter Letzt, all diese Arbeiten brauchen nebst Arbeit, Zeit und Geduld auch Geld, durch die zusätzlichen Arbeiten die gemacht werden müssen natürlich mehr als vorgesehen. Es gibt aber Sinn, diese Arbeiten zeitgleichausführen zu lassen. Wir werden Sie weiter auf dem Laufenden halten.

Walter Brunner